24. 01. 2016 | Christian Sauer | Testrides
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boot Düsseldorf 2016 Princess 30M
Wir gingen auf der weltweit größten Indoor-Messe für Wassersport an Bord der drei spektakulärsten Yachten und stellt Ihnen die Weltpremieren vor.

Egal ob Angeln, Kiten, Segeln, Surfen oder Tauchen – auf dem Düsseldorfer Messegelände sollte jeder Wassersportler noch bis zum 31. Januar das Richtige für sich finden. Über 1.700 Aussteller aus 60 Ländern präsentieren in 17 Hallen ihre Bestseller und Neuheiten. Einen ganz besonderen Reiz übt die Halle 6 aus, wo die größten und teuersten Exponate der Messe „im trockenen“ zur Schau gestellt werden.

 

Die meisten der rund 60 Yachten sind bereits vor Wochen entweder auf eigenem Rumpf oder auf einem Ponton „geparkt“ über den Rhein nach Düsseldorf geschwommen. Die letzten Meter vom Ufer zur Messe legten sie mit Hilfe eines Schwertransporters zurück. Seitdem wurden die „Villen auf See“ auf Hochglanz poliert und strahlen nun, dicht an dicht aneinander gereiht, um die Wette. 

Bereits seit mehreren Jahren bringt die britische Werft des LVMH-Konzerns ihre Topmodelle mit nach Düsseldorf. Diesmal ist es die „kleine Schwester“ der 40M und 35M, deren Namen erwartungsgemäß die jeweilige Länge in Meter angeben. Der 30M gebührt diesmal der Titel der längsten (Motor-)Yacht der Messe – bei den Seglern ist es die 19 m lange Swan 60S aus Finnland. Zurück zur Princess, wo auch die Breite von sieben Metern und der zwei Meter Tiefgang in Verbindung mit dem mehr als acht Meter hohen Aufbau über der eigentlichen Wasserlinie beeindrucken. Auf drei Decks bietet die 30M drei oder vier luxuriöse Kabinen und nicht nur auf dem Hauptdeck, wo der Eigner sein geräumiges Refugium mit gläsernem Panoramadach findet, kann sich dank großen Fenstern über viel Tageslicht freuen. Gleiches gilt für den modern gestalteten Salon mit fest installierten oder frei beweglichen Möbeln. Für den absoluten Meerblick lässt sich sogar ein Teil der Außenwand wegklappen oder hinauf auf das Sonnendeck wechseln. Dort warten mehrere Sitz- und Liegeflächen in der Sonne oder im Schatten, eine Bar sowie optional ein Whirlpool auf Gäste. Während sie entspannen und die mehrköpfige Crew für kulinarische Höhepunkte sorgt, dirigiert der Kapitän vom Außen- oder Innensteuerstand die zwei Zwölf- oder Sechzehnzylinder-Motoren mit zusammen bis zu 5.274 PS. Diese beschleunigen die 98 Tonnen verdrängende LuxusYacht auf maximal 27 Knoten – bemerkenswerte 50 km/h. Noch schneller sind nur der Tender in der Heckgarage oder die Harley-Davidson, die in einer „gläsernen Garage“ auf dem Sonnendeck die Blicke auf sich zieht und im Preis von fast neun Millionen Euro für die Princess 30M nicht inklusive ist.